Schmerzlexikon T

Research study sponsored by ENRAC

TCM Traditional Chinese Medicine

TCM ist eine chinesische Medizin, die den Menschen in seiner Ganzheit betrachtet. Ihr Erkenntnismodell basiert auf der Balance von Körper, Geist und Seele im Einklang mit dem Umfeld. Ihr Behandlungsziel ist eine Krankheit zu heilen und der Erkrankung und Chronifizierung vorzubeugen. TCM beinhaltet Umsteuerungs- und Regulationstherapien der Komplementärmedizin. In D wird TCM durch Heilpraktiker praktiziert und umgangssprachlich unter Naturheilmedizin oder Naturmedizin. zusammen gefasst.

Die evidenzbasierte Medizin EbM betrachtet den Menschen durch einzelne Fachgebiete. Sie kann nur heilen, wenn das Symptom durch den Arzt wahrnehmbar und diagnostizierbar ist. EbM kann für chronische Erkrankungen nicht die Wiederherstellung der Gesundheit leisten.

Die wichtigste Heilmethode der TCM ist Akupunktur. Akupunktur ist bekannt als Nadelstich-Therapie,, die Akupunkturpunkte auf den TCM Meridianen behandelt. Akupunktur will heilen, was gestört ist, sie kann nicht reparieren was zerstört ist. Die Akupunktur wird für 40 Krankheitsbilder von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlen. Krankenkassen erbringen Leistungen für die Akupunktur bei bestimmten chronischen Schmerzen, wenn die Evidenzlage bei diesen Indikationen sowie der politische Wille vorliegt. Für gesetzlich Versicherte beschliesst der Gemeinsame Bundesausschuss G-BA 2006 die Kostenübernahme für chronischen Schmerz in Rücken und Knie.

Akupunktur gehört zu den Regulationstherapien der Komplementärmedizin. Sie basiert auf der Fünf-Elemente-Lehre. Es gibt 20 Meridiane für den Energiefluss, bildlich vorstellbar als Kanäle für die Lebensenergie. Auf den Meridianen sind 361 Akupunkturpunkte angeordnet. Die Regulierung des Energieflusses erfolgt durch das Einstechen der Nadeln in Akupunkturpunkte. Erfolgt die Behandlung durch das Erwärmen der Akupunkte heisst es Moxibustion, durch Fingerdruck heisst es Akupressur, durch Laserstrahl heisst es Laserakupunktur.

Akupunktur ist seit 4000-5000 Jahren eine therapeutische Heilkunde in der Traditional Oriental Medicine. Seit 1958 wird in China Acupuncture Analgesia für Operationen erfolgreich eingesetzt. Seit 1971 findet es durch eine Veröffentlichung von Diomond in JAMA weltweite Beachtung. Am 01.02.08 gibt es 8.800 wissenschaftliche Veröffentlichungen zur Wirksamkeit von Akupunktur.

Die Grundausbildung für traditionelle Akupunktur-Praktiker dauert laut www. WHO.int zwei Jahre. Für Ärzte dauert die Qualifizierung zur Akupunkturabrechnung  beim DÄGfA e.V. München 200 Stunden Theorie und Praxis.

Akupunktur umfasst Diagnosesystem und  Therapieverfahren,  Entspannungsübungen, körperliche Übungen, meditative Übungen und Ernährung. Therapieverfahren sind: Akupunktmassage nach Penzel APM, Chinesische Diätetik, Chirotherapie, Elektro-Akupunktur, Handakupunktur, Kampomedizin, Körper-Akupunktur, Laserbehandlung, Manuelle Therapie, Mundakupunktur, Neuraltherapie, NPSO, Ohr-Akupunktur, Phytotherapie, Qi Gong, Schädel-Akupunktur Yamamoto, Sienertherapie, Transkutane Elektrotherapie TENS.

Therapiegerechtes Verhalten

Definition der gesetzlichen Formulierung eines „therapiegerechten Verhaltens“, um Rechtssicherheit für den Arzt, den Patienten und den Kostenträger herzustellen. Der Terminus therapiegerechtes Verhalten ist wissenschaftlich nicht definiert, und im Versorgungsalltag nicht mit hinreichender Bestimmtheit zu operationalisieren. Auch medizinische Leitlinien enthalten in aller Regel keine konkreten Handlungsvorgaben für Patienten hinsichtlich eines definierten Verhaltens. Selbst wenn diese im Einzelfall einmal gegeben sind, käme einer solchen Leitlinie selbst bei einer Aufnahme in ein DMP keine sozialrechtliche Verbindlichkeit zu. Das therapiegerechte Verhalten für Chroniker wurde am 20.12.07 neu geregelt.

Todesursache

Zwei von drei Patienten eines EbM-Arztes sterben den Frühtod an einer sogenannten Volkskrankheit. Jeder dritte Patient der Schulmediziner stirbt bereits an Krebs. Diese Volkskrankheiten sind tatsächlich EbM-Krankheiten. Das EbM-System ist in Bezug auf Schmerz– und chronische Erkrankungen durch und durch krank und verursacht die Volkskrankheiten. In westlichen Gesellschaften treten die häufigsten Todesursachen bei solchen chronischen Erkrankungen auf, welche die EbM mit ihren synthetischen Pharmakotherapien durch Dauertherapie fördert:

1. Krebs: Metastasen [bösartige Wucherungen]
2. Diabetes mellitus: Atherosklerose

Die EbM hat ein wissenschaftliches Fundament, das auf mehreren Kardinalfehlern aufbaut:

1. Zum Diagnostizieren von Volkskrankheiten verwendet die EbM Untersuchungsmethoden, die den Organismus extrem belasten, z.B. Röntgenstrahlen können Krebs auslösen. Untersuchungsmethoden ohne Belastung stehen zur Verfügung, unterliegen aber nicht der Erstattungsfähigkeit.

2. Die EbM kann eine chronische Erkrankung erst im Endstadium erkennen, wenn das von ihr festgelegte Leitsyndrom diagnostizierbar ist. Untersuchungsmethoden zur Erkennung von Ursachen und Vorläufer-Erkrankungen stehen zur Verfügung, unterliegen aber nicht der Erstattungsfähigkeit.

3. Sodann behandelt sie die chronische Erkrankung mit akutmedizinischen Pharmakotherapien oder gar Chemotherapien. ChronicMedizin steht zur Verfügung, unterliegt aber nicht der Erstattungsfähigkeit.

4. Diese EbM-Behandlungen lösen einen wahren Dauerstress für Organe, Immunsystem, Stoffwechselsystem und Energiesystem aus. ChronicMedizin belastet den Organismus nicht, unterliegt aber nicht der Erstattungsfähigkeit.

5. Die synthetische Chemie schaltet alle Regelkreise des Selbstheilungsprozesses ab. ChronicMedizin schaltet den Selbstheilungsprozess nicht ab, sondern aktiviert ihn, unterliegt aber nicht der Erstattungsfähigkeit.

6. Die Erreger entwickeln generell relativ schnell eine Resistenz gegen die Pharmakotherapien. ChronicMedizin besteht aus natürlichen, dem Organismus bekannte Substanzen, unterliegt aber nicht der Erstattungsfähigkeit.

7. Die Dauer-Niedrigdosis-Vergiftung sorgt für die Verkapselung der Giftstoffe in den Schwachstellen des Organismus. ChronicMedizin vergiftet nicht, unterliegt aber nicht der Erstattungsfähigkeit.

8. Der Leidensweg für die Schmerz und chronisch Erkrankten ist vorgezeichnet: Ausgliederung oder Siechtum oder Frühtod bei den Volkskrankheiten. ChronicMedizin leistet die Wiederherstellung der Gesundheit, unterliegt aber nicht der Erstattungsfähigkeit.

Erkenntnis:

2/3 der Patienten eines Schulmediziners sterben den leitlinienggerechten Frühtod. Die EbM schützt ihren von Kardinalfehlern induzierten Berufsstand mit Hilfe des GKV-Systems. Für die Parlamentarier hat ökonomisches Wachstum der Gesundheitsindustrie einen  höheren Stellenwert als gesundheitliches Wachstum der Bevölkerung. Auch der Bundesregierung kommt die frühzeitige Entlastung der Rentenversicherung gelegen.

Toxikation

Stoffwechselprozess, bei dem das Zwischenprodukt einer Substanz toxischer ist als die Therapiesubstanz.

Die toxische, also pharmakologische, Wirkung einer Substanz hängt nicht von der absoluten Menge im Organismus ab, sondern von seiner Konzentration am Wirkort, der Dosis. Eine erhöhte Konzentration einer Substanz im Organismus lässt also mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine erhöhte Konzentration am Wirkort schliessen. Die effizienteste Messung der Vergiftung des Körpers ist die Intoxikationsanalyse.

Die toxische Wirkung einer Substanz wird bestimmt durch:

•  Konzentration am Wirkort
•  Dauer und Häufigkeit der Exposition
•  Struktur der chemischen Verbindung
•  Physikalische Form
•  Art der Aufnahme:
    dermal: über die Haut
    inhalativ: über die Lunge
    parenteral: durch Injektion über die Blutbahn
    oral: durch Verschlucken über den Magen-Darm-Trakt
•  Aufnahme in die Blutbahn, Verteilung, Anreicherung in Organen und Geweben, Abbau
•  Art der Schädigung durch Substanz und deren Umwandlungsprodukte
•  Wechselwirkungen mit anderen Substanzen
•  Körperliche und seelische Dauerstressfaktoren
•  Individuelle Empfindlichkeit des Menschen:
   Alter
   Abhängigkeit
   Geschlecht
   Konstitution
   Gesundheitszustand
   Genetische Differenzen
   Ernährung
   Überempfindlichkeiten
   Gewöhnung

Toxikologie

Die Lehre von den schädlichen Wirkungen chemischer Substanzen auf lebende Organismen. Die Behandlung von Vergiftungen. Das interdisziplinäre Fachgebiet ist der Pharmakologie angegliedert und überschneidet sich mit der Biochemie. Die Lehre basiert auf der Dosis-Wirkungs-Definition des Paracelsus von 1426 „die Dosis macht das Gift“. Nach Paracelsus ist einzig die Dosis Ursache der Erkrankung, was auch auf akuttoxische Vergiftungen zutrifft.

Anders verhält es sich bei Langzeit-Niedrigdosis-Belastungen mit Gemischen. Die chronische Intoxikation, bspw. durch Pharmakotherapien, führt zu chronischen Erkrankungen. Bei der Untersuchung einer chronischen Intoxikation werden Zeiträume nach akut, subakut (subchronisch) und chronisch unterschieden. Die chronische Wirkdosis muss die Forderung erfüllen, die chronische Wirkschwelle bei lebenslanger Exposition darzustellen. Seit 1987 ist anerkannt, dass sich ubiquitäre Wirkstoffe in der Umwelt so anreichern können, dass die chronische Wirkschwelle überschritten wird. In der Realität handelt es sich immer um die Wirkung von Gemischen. Auch können einzelne Stoffe, bspw. Dioxin, mit kleinsten Mengen beliebige Störungen im Organismus verursachen.

Gutachten verlangen einen Kausalitätsnachweis, der wissenschaftliche Nachweis von Ursache und Wirkung reicht nicht. Zur Durchsetzung des Anspruchs eines chronisch Erkrankten vor Zivilgericht, Sozialgericht und Verwaltungsgericht sind für den Schadennachweis erforderlich: Beschreibung, strukturierte Dokumentation, Diagnosekriterien und vor allem die notwendige Objektivierung anhand der anerkannten Diagnose für das Krankheitsbild. Die wichtigsten Krankheitsbilder sind Chronisches Fatigue Syndrom CFS, Fibromyalgie FM, Multiple Chemische Sensitivität MCS, Sick-Building-Syndrom SBS, Toxische Enzephalopathie TE, Toxische Polyneuropathie TPNP.

Toxischer Metabolismus

Metabolismus ist der biochemische Stoffwechselvorgang in einem Organismus, der Aufnahme, Transport und chemische Umwandlung von Stoffen sowie Abgabe von Stoffwechselendprodukten an die Umgebung umfasst. Beim toxischen Metabolismus werden freigesetzte Wirkstoffe

Bioverfügbarkeit
Arzneimittelstoffe haben viele Wirkstoffe, deren Lebenszyklus im Organismus für den Patienten nicht vernachlässigbar sind. Die biologische Wirkung der Wirkstoffe besteht aus

•  medizinischem Kurzzeit-Nutzen für die Krankheit
•  individuellem Langzeit-Nachteil für die Gesundheit

Pharmaka, die nicht durch metabolische Entgiftung ausgeschieden werden, werden durch metabolische Giftung in toxische Nebenprodukte umgewandelt. Der Prozess wird deshalb ‚Toxischer Metabolismus‘ genannt. Diese Toxine verbleiben lange Zeit im Organismus und irritieren Stoffwechsel und Immunsystem, meistens ein Leben lang. Die Grundprinzipen aus der Sicht der Arzneimittelforschung beschreibt das verständliche Lehrbuch ‚Pharmacokinetics and Metabolism in Drug Design‘ [Smith, 2001, ISBN 3527301976].

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