Schmerzlexikon R

Research study sponsored by ENRAC

Randomized Controlled Trial RCT

In der EbM ist RCT als der ‘Goldstandard‘ akzeptiert und die beste Strategie zur Vermeidung der Risiken gegen falsche Folgerungen durch die Forschung.

In der Schmerzforschung jedoch zieht EbM falsche Folgerungen. Durch ihr begrenztes Erklärungsmodell vom Menschen kennt sie die Schmerzursache nicht. Als Hilfskonstrukt erforscht sie die Verbreitung des Schmerzsignals und baut auf eigenen, unvalidierten Definitionen für chronische Schmerzen auf.

Zudem ist das RCT in der Forschung für Vorbeugung und Gesundheitsförderung nicht geeignet. Sein Design ist speziell für die Erforschung kausaler Einflüsse auf individueller Ebene in der abgeschotteten Klinikumgebung anwendbar.

Das IQWiG ist sehr bestrebt, nur RCT’s in seine Nutzenbewertung einfliessen zu lassen, um sich auf ‚klinische Wirksamkeit‘ zu berufen. Alle Studien, die diesem ‚Evidenzgrad‘ nicht entsprechen werden ausgeschlossen. Das wird zu einem enormen Verlust der wichtigsten Einflussfaktoren für eine gesundheitliche Störung führen. Die Kosten-Nutzen-Bewertung selbst hat somit keine statistische Signifikanz, s. IQWiG.

Rehabilitation

Bemühungen zur Wiedereingliederung in die Gesellschaft sowie zur Verhinderung vermeidbarer Folgeschäden und Wiederauftreten chronischer Erkrankungen. Neben der medizinisch-funktionalen Rehabilitation ist dabei die berufliche und soziale Rehabilitation von besonderer Bedeutung. Diese zielt auf eine umfassende Wiedereingliederung von chronisch Kranken und Behinderten in die Gesellschaft ab. Gesetzliche Grundlage für die Rehabilitation ist das SGB IX u.a. Die Rehabilitationsträger sind: Bundesagentur für Arbeit, Rentenversicherung, gesetzlichen Krankenkassen, gesetzliche Unfallversicherung, Träger der Kriegsopferversorgung und Kriegsopferfürsorge, Träger der öffentlichen Jugendhilfe, Träger der Sozialhilfe.

Reform des Deutschen Gesundheitswesens

Frau Rothe als Vortragende für das Bündnis 2000 kritisierte den Referentenentwurf der Regierung: „Niemand bestreitet, dass eine Reform des Deutschen Gesundheitswesens dringend notwendig und längst überfällig ist. Wir alle wissen, dass eine Reform ohne Einschnitte nicht gelingen kann. Wir 4,2 Millionen Beschäftigte im Gesundheitswesen…“ [Bündnis 2000, 24.10.06]

Die Bundeskanzlerin warnte Kritiker des Referentenentwurfes davor, Gruppeninteresse vor das Gemeinwohl zu stellen und sagte: „… geht es nicht um 100.000 oder 200.000 Menschen, sondern um 80 Millionen Versicherte.“

Die 16. Bundesregierung ignoriert und diffamiert die 4,2 Mio. Beschäftigten im Gesundheitswesen. Sie täuscht Wohlwollen für die 80 Mio. Versicherten vor. In Wirklichkeit hat das BMG alleine die Verantwortung für die kontinuierliche Chronifizierung des deutschen Volkes. Die regierenden Parteien protegieren die Lobbyisten und scheren sich nicht um die Lebensqualität der Bundesbürger.

Frau Rothe wieter: „Dazu benötigen Patienten Entscheidungsfreiheit und die Leistungserbringer Therapiefreiheit. Denn weder Bürokratie noch staatliche Eingriffe heilen oder fördern die Compliance der Patienten, noch steigern sie die Motivation der Beschäftigten. Ganz gleich an welcher Stelle im Gesundheitssystem – wir sind es, die dem Patienten geben, was sie am dringendsten benötigen: Vertrauen, fachliche und soziale Kompetenz.“

Denn mit der neuen Gesetzgebung soll die Menge an staatlichen Eingriffen und Einschnitten noch weiter zunehmen.

Herr Struck sagte zum Referentenentwurf gegenüber den ‚Lübecker Nachrichten‘: „Wir sichern damit die hohen Standards in der Qualität der Versorgung.“

Frau Rothe „Reform bedeutet in der Politik eine größere, planvolle und gewaltlose Umgestaltung bestehender Verhältnisse. Planen bedeutet wiederum, von einem Zustand der Gegenwart zu einem Ziel in der Zukunft zu gelangen. Natürlich nutzt man dabei möglichst die vorhandenen Erfahrungen. Der Referentenentwurf der Koalition zu einer Gesundheitsreform ist davon weit entfernt.“

In der Versorgung chronisch erkrankter Patienten, also 80% der GKV-Kosten, gibt es weder Wissen über Ursachen noch Wirksamkeit von Therapien, es gibt nur Langzeit-Niedrigdosis-Vergiftungen. Also gibt es auch keine Standards und keine Qualität. Syndrome statt Ursachen zu behandeln ist der falsche Weg. Ohne ein gesundheitspolitische Primärziel sind alle Wege die falschen. Wo ein Ziel ist, wird es auch Planung geben.

Erkenntnis:

Über SGB und G-BA und Positivliste kontrollieren die Parlamentarier jede Pharmakotherapie im Markt, die der Erstattungsfähigkeit unterliegt …zum lebensbedrohlichen Nachteil von 80 Mio. Versicherten. Der Stand der Wissenschaft in D ist auf dem Stand eines Entwicklungslandes. Wir alle erinnern uns schmerzlich an die letzte perfide Lüge zur Täuschung der Bundesbürger „Die Renten sind sicher“. Die nächste perfide Lüge, die in die Geschichte im Zusammenhang mit dem deutschen Chronifizierungsskandal eingehen wird, ist schon ausgesprochen „Wir sichern damit die hohen Standards in der Qualität der Versorgung.“

Remission

Das temporäre Nachlassen von Krankheitssymptomen. Früh-Rehabilitation erfordert, den Beginn unmittelbar nach Remission der Krankheitssymptomatik, um Chronifizierung und Verfestigung psychischer Behinderung zu vermeiden. Durch die Abspaltung des Bundesministeriums für Soziales besteht ein Bruch in der Verantwortung.

Rentenversicherung RV

Die Träger der Rentenversicherung sind unter DeutscheRentenversicherung.de zusammengefasst. Die Deutsche Rentenversicherung Bund nimmt die Grundsatz- und Querschnittsaufgaben aller Träger wahr. Zentrale Entscheidungen werden von Mitgliedern der Selbstverwaltungsorgane aller Träger getroffen. Die 16 Träger sind rechtlich selbständige Versicherungsträger. Davon sind die 14 Regionalträger nach Ländern und Regionen organisiert. Gesetzliche Grundlage für die RV ist SGB VI.

Ein trägerübergreifendes Glossar liefert die Definition für sozialmedizinisch relevante Begriffe mit dem Ziel: Transparenz von Begutachtungsergebnissen und Vergleichbarkeit von sozialmedizinischen Gutachten und Stellungnahmen. Daneben gibt es noch ein Lexikon zu Begriffen der RV.

„Wir sichern Generationen“  ist das derzeitige Versprechen der RV. „Renten sind sicher“ ist das berühmte Versprechen von Norbert Blüm. Inzwischen sind die Ausgaben des Staates für die Rentenkasse auf über 80 Mrd. EUR/2006 (Überschuss 211 Mrd. EUR/1986) gestiegen, das ist fast die Hälfte der Ausgaben für Gesundheitswesen 143 Mrd. EUR/2006. Quizfrage 1: Für welche blühenden Landschaften hat die Bundesregierung 1989 den Rententopf geleert? Quizfrage 2: Welchen Anteil an der gesamten ‚Investition‘ tragen die sozial Benachteiligten? Quizfrage 3: Welche Politikstrategie dient seit 1989 der Wiederauffüllung der Rentenkasse? „Wir sichern Generationen“ mit Steuern ist eine katastrophale gesellschaftspolitische Entwicklung, auf die BILD seit 01.02.08 durch Horrorszenarien aufmerksam macht.

Resilienz

Die Fähigkeit zur flexiblen Reaktion auf ständig wechselnde Anforderungen oder Situationen. Resilienz beinhaltet also mehr Fähigkeiten als nur Widerstandfähigkeit. Es wirken ständig Dauerstressfaktoren auf die biologische, psychische und soziale Gesundheit. Resilienz ist die persönliche Fähigkeit mit Dauerstressfaktoren so umzugehen, dass der Organismus keinen Schaden nimmt, seine Energie nicht destruktiv binden lässt und seine Leistungsfähigkeit erhalten kann. Ein Kind wird als resilient bezeichnet, welches sich trotz einem Leben in sozial benachteiligtem Umfeld zu einem erfolgreich sozialisierten Erwachsenen entwickelt. Um Resilienz umsetzen zu können, bedarf es einer gehörigen Portion Selbstkompetenz, insbesondere bei einer Schmerz- und chronischen Erkrankung.

Risiko

Die Möglichkeit einer nachteiligen Auswirkung in einem Organismus, einem System oder einer Population (Patientengruppe), verursacht durch Einwirken auf einen Menschen (Pharmakotherapie) unter definierten Umständen (Anamnese, Beschwerdebild, Ursache, Symptome, Syndrome) [ICPS 2005].

Das IRGC 2005 Risk Governance Concept unterscheidet Risikoklassen: Nur einfache Risiken dürfen in Routinen gelöst werden, z.B. in einer Kosten-Nutzen-Analyse. Komplexe Risiken sollen die Risikoausprägung modellieren und Massnahmen zur Risikominimierung definieren. Unsichere Risiken gar müssen nach dem Prinzip der Vorsorge gelöst werden.

Erkenntnis:

Kosten-Nutzen-Analysen dürfen bei chronischen Erkrankungen nicht angewendet werden. Bei chronischen Erkrankungen gilt für alle Pharmakotherapien  ein unsicheres Risiko. Das Ziel bei unsicheren Risiken muss die Umkehrbarkeit von kritischen Entscheidungen sein. Die EbM hat absolut keine Evidenz für die Chronifizierungs-Ursache, sowie für Nebenwirkungen und Wechselwirkungen der Pharmakotherapien bei Langzeitpatienten. Sie kann nicht einmal die Vergiftung messen und ignoriert die Chronifizierung der Bundesbürger. Logischerweise kann das IQWiG keine Kosten-Nutzen-Analyse anwenden, vielmehr muss das BMG ein Präventionsgesetz abschliessen.

Risikostrukturausgleich Morbi-RSA

s. Sozialversicherung – Gesundheitsfond

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Das ENRAC®CMT Schmerzlexikon, ein Nachschlagewerk und Glossar von A-Z, ist nicht zum gewerblichen Vertrieb bestimmt. Nachdruck, Wiedergabe, Vervielfältigung und Verbreitung bedürfen der schriftlichen Genehmigung. Einzelne Aussagen sind nur im Kontext des gesamten Werkes zu interpretieren.

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