Schmerzlexikon M

Research study sponsored by ENRAC

Manualtherapie – EbM

Die EbM sieht die manuelle Medizin als eine Methode der Reflexmedizin zur Behandlung von Funktionsstörungen im Bewegungssystem. Die manuelle Medizin ist als Bindeglied zu vielen anderen Therapieformen auserkoren. Die EbM bezeichnet die manuelle Medizin als eine der ökonomischsten und nebenwirkungsärmsten Therapiemöglichkeiten bei der Behandlung von Funktionsstörungen im Bewegungssystem. Bereits manualtherapeutisch geschulte Ärzte und Physiotherapeuten haben die Fähigkeit, Funktionsstörungen im Bewegungssystem zu erkennen und gezielt zu behandeln. Allerdings fehlt es bisher an einer systematischen, praktikablen Untersuchungstechnik. Für syndrombezogene Krankheitsbilder, wozu aus der Perspektive der EbM auch die Schmerztherapie gehört, bietet sie deshalb ab 2008 Schulungen über Diagnostik für funktionelle Therapien an.

Manipulativmedizin – Naturmedizin

Manualtherapeutische Behandlungsmethode der Naturmedizin: Akupunktur, Ayurvedische Medizin, Chiropractic, Energie Medizin, Herbal Medizin, Homöopathie, Hypnose, Irdiologie, Manipulative Therapie, Naturopatic Nutritionist, Osteopatic, Polarity, QiGong, Reiki, Traditional Chinese Medicine, Tuina, Yoga. Die Behandlungsmethoden umfassen Diagnostik und Therapie.

Die Professional Manipulative Therapist Association PMTA wurde 2003 in Singapore gegründet mit dem Ziel, die praktizierenden Mediziner zu fördern. Der Verband definiert und prüft Standards in Weiterbildung, Ethik und Fachgebiet, sowie Codes of Practice zur Sicherung von Volksgesundheit und Sicherheit. Unabhängig von der Kompetenz als Schulmediziner oder Naturmediziner soll jeder Praktiziernde die Standards erfüllen.

Medizinstudium

Einen verständlichen Überblick gibt die Anleitung ehemaliger Medizinstudenten.

Menschenfreundliche Medizin

Steht für die Chance auf größtmöglichen Erkenntnisgewinn in der medizinischen Forschung. Der Begriff wurde ursprünglich bei parlamentarischen Erörterungen der rechtlichen Grundlagen für die Forschung mit Stammzelllinien in D geprägt.

Der Staat hat die Verantwortung zur Bewahrung menschlichen Lebens. Dies gebieten der Schutz der Menschenwürde und des menschlichen Lebens im Grundgesetz, s. Menschenwürde. Daraus ergibt sich die staatliche Pflicht, die Erforschung medizinischer Therapien zu ermöglichen, um das Leiden schwer kranker Menschen lindern zu können.

Dem Staat kommt im Hinblick auf diese Verfassungsgüter eine Garantenstellung zu. Die rechtlichen Grundlagen medizinischer Forschung sind so auszugestalten, dass sie die Chance einer Heilung schwerer und lebensbedrohlicher Krankheiten erhöhen. Deshalb hat die BMFT Forschung eine Balance zwischen der Förderung von medikamentösen und nichtmedikamentösen Therapien herzustellen. Dies gilt insbesondere für chronische Erkrankungen. Bisher werden chronische Erkrankungen durch eine menschenunwürdige, dauerhafte Behandlung mit Pharmakotherapien behandelt, die die Chronifizierung durch Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Therapien stetig erhöhen.

Menschenrechte

Das Prinzip der Menschenrechte stellt die grundsätzliche Rechtfertigung des Staates dar. Die Erklärung der Menschen- und Bürger-Rechte von 1776 in Frankreich und 1789 in Amerika proklamieren zwei Aspekte: Die Freiheitsbereiche des Individuums gegenüber der staatlichen Gewalt und die Gewährleistung aller menschlichen Gemeinschaft. Endlich, nach einer wechselhaften Geschichte, manifestiert das Grundgesetz mit Art. 1 Abs. 2 die zentrale Aufgabe aller staatlichen Gewalt. Die Proglamation des Verfassungsentwurfs von Herrenchiemsee definiert: „Der Staat ist um des Menschen willen da, nicht der Mensch um des Staates willen.“ Voll verwirklicht führt das dazu, dass der Staat dem Individuum freigibt: Religion, Geist, Berufswahl, Therapiewahl und Selbstbestimmungsrecht. Wenn die Politik die Gesundheit des Individuums als das höchste Gut ansieht, was sie vorgibt zu tun, dann muss Therapiefreiheit auch das höchstes Gut im Gesundheitssystem sein.

Erkenntnis:

50% der Bundesbürger sind 2008 schmerz- und chronisch erkrankt. 85% der GKV-Versicherten fordern Naturheilverfahren. Die Erstattungsfähigkeit der GKV nur von synthetischer Staatsmedizin verletzt das Grundgesetz.

Menschenwürde

Die Würde des Menschen ist in jeder Phase des Lebens zu beachten, also auch während Embryophase und Sterbephase. Dazu gehört vor allem, jeden Menschen als Subjekt eigener Entscheidungen zu achten und nicht zum Gegenstand ausschließlicher Fremdbestimmung zu machen. Menschenwürde ist begründet in der Grundrechtsbestimmung

•  Menschenwürde Artikel 1 Abs. 1 GG

Das Recht, Verfügungen hinsichtlich der medizinischen und pflegerischen Behandlung für den Fall der fehlenden Entscheidungsfähigkeit zu treffen, hat seine verfassungsrechtliche Grundlage in

•  Menschenwürde Artikel 1 Abs. 1 GG
•  Selbstbestimmungsrecht Artikel 2 Abs. 1 GG
•  Recht auf körperliche Unversehrtheit Artikel 2 Abs. 2 Satz 1 GG

MEDI

Ärzteverbund ohne Beteiligung Dritter, freie Ärzte arbeiten für freie Ärzte. Sie verwalten und gestalten die Rahmenbedingungen freier ärztlicher Institutionen und schliessen Verträge direkt mit den Krankenkassen. Die Ziele sind

• Freiberuflichkeit der Ärzte in eigener Praxis
• Wirtschaftlichen Basis frei niedergelassener Ärzte
• Feste Vergütung in Euro erhalten und
• Solidarität frei niedergelassener Ärzte untereinander
• Freie Arztwahl für Patienten
• Umsetzbarkeit einer an wissenschaftlichen Leitlinien
  orientierten Medizin

Die Parallelorganisation zu den KVen wird im Vertragswesen dort tätig, wo die KVen per Gesetz keine Verträge abschließen dürfen: Integrationsversorgung, hausarztzentrierte Versorgung, besondere Versorgungsformen, Medizinische Versorgungszentren MVZ, oder bestimmte Beratungstätigkeiten. Auslöser war die Gesundheitspolitik des BMG, die über das SGB V den KVen immer mehr die Interessenvertretung für ihre Ärzte entzog.

Am 11.02.08 vergab die AOK den Zuschlag für den Hausarztvertrag an den Hausärzteverband und den Ärztebund Medi. Damit wird zum ersten Mal ein erheblicher Teil der Gesamtvergütung an der Körperschaft vorbei direkt an teilnehmende Hausärzte verteilt.

Zum 31.05.08 gibt es 6.600 Mitglieder im Land Baden-Württemberg, davon sind u.a. 35% Allgemeinmediziner und 16% Internisten. Der MEDI-Verbund führt die regionalen Praxisnetze als GbR.

Meridiane

Ein Konzept aus -> TCM. Hauchdünne Kanäle durchziehen den Körper vertikal von Kopf bis zu den Extremitäten. Die Meridiane verlaufen eng an die Knochen anliegend. Der Körper, wie auch seine Organe, werden eingeteilt in 12 TCM Meridiane

– 3 Yin Meridiane an der Aussenseite der Arme [dorsal]
– 3 Yang Meridiane an der Innenseite der Arme [ventral]
– 3 Yin Meridiane an der Aussenseite der Beine [lateral]
– 3 Yang Meridiane an der Innenseite der Beine [medial]

Im TCM Konzept zirkuliert Lebensenergie [Qi] und Blut entlang der Meridiane. Im ENRAC CMT Konzept zirkuliert -> Vital Flow entlang der Meridiane. Vital Flow enthält alle bewegliche Teilchen im Organismus, was Qi und Blut einschliesst.

Beispiel für das neue Konzept: In TCM ist der AxII Meridian analog zum Leber Meridian. Aber der Verlauf von AxII ist völlig anders: im Unterschenkel verläuft er durch den San-Yin Chiao Acupunkt zwischen dem Milz und dem Nieren Meridian. In ENRAC CMT werden die Acupunkte auf dem tatsächlichen Verlauf für die Behandlung benutzt.

Ein anderer wesentlicher Unterschied ist, dass Acupunkte in TCM keine präzise 3-D Lokation benutzen. Das führt dazu, dass jeder TCM-Mediziner anders behandelt. Im Gegensatz dazu basiert das ENRAC CMT Konzept nicht nur auf evidenz-basierten klinischen Studien, sondern es sind sogar Diagnose, Rezept und Therapie weltweit normiert. Schmerzbefreiung wird also mit normierter 3-D Präzision erzielt.

Morbidität

Die Beschreibung des physischen und psychischen Verfalls des morbiden Individuums, des kranken Patienten. Eine statistische Kennzahl der EbM, die die Krankheitswahrscheinlichkeit eines Individuums bezogen auf die zugeordnete Population ausweist. Sie zeigt dem Arzt, wie wahrscheinlich der Patient einer Population, z.B. chronisch Schmerzleidende oder Allergiker , eine bestimmte Störung, z.B. Depression, entwickeln wird. Multimorbidität ist das gleichzeitige Auftreten verschiedener Erkrankungen, z.B. von chronischen Schmerzen mit einer Krankheit.

Von allen Aspekten, die das Wohlbefinden des Menschen mitbestimmen, betrachtet Morbidität lediglich 5% der überlebenswichtigen Gesamtheit: Funktionale Fähigkeit und körperliche Gesundheit. Die Hauptaspekte sowie der Status im Lebenszyklus werden bei Morbidität gar nicht einbezogen. Morbidität ist also kein Masstab für die Lebensqualität des Menschen über seinen Lebenszyklus.

Aber selbst die geschätzten 5%, die der Begriff Morbidität bezogen auf die Ganzheit des Menschen beschreibt, wird noch einmal vom IQWiG weiter eingeschränkt:

Definition IQWiG 2008: „Rate der nicht-tödlichen Krankheitsereignisse.“

Erkenntnis:

Die IQWiG betreibt Informationsreduktion >90%. Jeder Akteur im Gesundheitssystem legt eine Definition mit der Informationsreduktion vor, wie er die Wahrheit der EbM-Missstände verschleiern und reduzieren möchte.

Morbiditätsgruppe

Ein fiktiver, von den Krankenkassen erdachter Indikator, der die chronisch erkrankten Pflichtversicherten einer fiktiven Risikogruppe der Krankenversicherung zuordnet. Es ist eine berechnete Kennzahl, die der Computer bei den Krankenkassen in Sekundenschnelle anhand der verordneten Arzneimittelstoffe der Versichertenakte errechnet und einer Krankengruppe zuordnet. Die bisher behandelnden Ärzte und Naturmediziner sind nicht involviert. Das BMG suggeriert in der Öffentlichkeit, es handele sich um die individuelle Morbidität. Tatsächlich hat die Morbiditätsgruppe überhaupt nichts mit dem realen Menschen zu tun und schon gar nichts mit dem ganzheitlichen Gesundheitszustand des Versicherten. Methodisch und gesundheitspolitisch ist diese Datenauswertung also „statistisch nicht signifikant“. Die Nachteile für die Pflichtversicherten ab 2009 aber haben die Krankenkassen schon angekündigt, s. Sozialversicherung.

Mortalität

Definition IQWiG 2008: „Rate der tödlichen Krankheitsereignisse, bezogen auf die Gesamtbevölkerung.“

Erkenntnis:

Die IQWiG betreibt Informationsreduktion >90%. Jeder Akteur im Gesundheitssystem legt eine Definition mit der Informationsreduktion vor, wie er die Wahrheit verschleiern und reduzieren möchte.

Multimodalität

Synergie durch Massnahmen mehrerer Therapien, auch Interventionen.

MVZ Medizinisches Versorungszentrum – EbM

Neue Versorgungsform der EbM aufgrund des Gesundheitsmodernisierungsgesetzes (GMG) ab 01.01.2004. Durchschnittliche 4 Ärzte betreuen ihre Patienten in einem MVZ, 3/4 sind Angestellte, 1/4 sind Vertragsärzte. Am häufigsten gehören die Ärzte den Fachgebieten Hausarzt und Internisten an. Die bundesweite Verteilung der 1.023 MVZ zum 31.03.08 zeigt der Report der KBV. Die vorwiegende Rechtsform ist GmbH, gefolgt von GbR. 58% der Träger sind Vertragsärzte der GKV, 37% sind Beteiligungen von Krankenhäusern.

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Das ENRAC®CMT Schmerzlexikon, ein Nachschlagewerk und Glossar von A-Z, ist nicht zum gewerblichen Vertrieb bestimmt. Nachdruck, Wiedergabe, Vervielfältigung und Verbreitung bedürfen der schriftlichen Genehmigung. Einzelne Aussagen sind nur im Kontext des gesamten Werkes zu interpretieren.

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