Schmerzlexikon F

Research study sponsored by ENRAC

Fettleibigkeit

Übergewicht und Fettleibigkeit sind hohe Risiken, die zu chronischen Krankheiten, Behinderungen und Frühtod führen. Der Lebenszeit-Rechner der Süddeutschen Zeitung SZ zeigt Lebenserwartung und Risiko. Der Rechner  Diabetes-Frau und Diabetes-Mann der SZ zeigt das Risiko für die teuerste chronische Krankheit Diabetes Mellitus.

40 Mio. Bundesbürger haben Übergewicht. Zukunftsangst und Verarmung führen zu falscher Ernährung und Rückzug von der Teilnahme am gesellschaftlichen Zusammenleben. Der Staat hat die Verantwortung, weil er die Rahmenbedigungen für die Zukunftssicherung seiner Bürger setzt. Diese Verantwortung begründet sich durch die 40 Mio. Erwachsenen mit Übergewicht und die 2,6 Mio. in Armut lebenden Kinder, sowie dem Grundgesetz § 1 Menschenwürde. Die Verschiebung von den somatischen zu den psychischen Störungen findet schon seit ca. 1989 statt. Das BMG trägt die Verantwortung für die weltführende Chronifizierung der Bundesbürger, s. Gesundheitssystem.

2003 hatten mehr als 50% der Bürger in 11 der 25 EU-Staaten Übergewicht, Tendenz schnell steigend. Fettleibige stellen die grösste Risikogruppe für Chronifizierung im psychischen Teil des Organismus dar: 12% ist der Anteil bei Demenz und 21% bei Alzheimer Demenz. Allerdings weist die Studie darauf hin, dass Adipositas das diagnostizierte Syndrom und nicht die Ursache ist, die Ursache hat sie nicht untersucht [MAOR 2008; 9: 204-218]

In den USA sind 2009 über 2/3 aller Erwachsenen und fast 1/3 der Kinder übergewichtig. Alle Appelle für gesunde Ernährung und Bewegung in der Sonne brachten in keinem der 50 Bundesstaaten einen Fortschritt. [Jahresstudie 2009, Trust for America’s Health]

Fettleibigkeit und Leistungsfähigkeit

Fettleibigkeit hängt mit mangelnder Ernährung und Bewegung zusammen, was aber lediglich das Symptom und nicht die Ursache ist. Der Body Mass Index BMI gibt relativ gut Auskunft über die Menge des körperlichen Fettgewebes. Der BMI errechnet sich aus Gewicht/ (Körpergrösse im Quadrat), z.B. 100 kg/ (1,70 m)hoch2 = 35 kg/m2. Der BMI-Rechner der SZ errechnet den BMI.

• BMI <12 Magersucht
• BMI 12-18,5 Untergewicht
• BMI 18,5-25 Normalgewicht
• BMI 25-29,9 Übergewicht
• BMI >30 Adipositas

Der BMI ist auch bei normalgewichtigen Menschen keine aussagefähiges Merkmal für Leistungsfähigkeit und Ernährungsverhalten. Vielmehr ist ein ausgewogenes Verhältnis der Körperzusammensetzung der Schlüssel:

– stoffwechselaktive Körperzellmasse BCM
– extrazelluläre Masse ECM
– Körperwasser
– Körperfett

Die Messung der Veränderungen der Körperzusammensetzung ist sinnvoll bei

– Früherkennung von Mangelernährung
– Gesundheits- und Fitness-Check
– Gewichtsreduktions-Programm
– Anti-Aging Programm
– Sport-Trainingssteuerung

Fettleibigkeit und Existenzangst

Der Arzt wird sagen „Sie haben Adipositas, das ist Fettsucht, Sie sollten an Abnehmen denken“. Politik und Medizin stigmatisieren den Leidenden. Die Gesellschaft aber vertraut auf das ethisch verantwortliche Verhalten der Ärzteschaft. Dabei hat der Betroffene in den allermeisten Fällen echte Existenzangst, die ihm die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben gar nicht mehr erlaubt. Das Geld reicht nicht einmal für das Nötigste. Alleine 11 Mio. Bundesbürger leben unter der deutschen Armutsgrenze, und die hat die Bundesregierung 25% unterhalb der Armutsgrenze der europäischen Union EU festgesetzt. Armutsreport 19.05.08: 32 Mio. Bundesbürger leben unter dem geltenden Existenzminimum für EU-Bürger. Die Parlamentarier zählt diese Population zu den sozial Schwachen. In D beachtet lediglich das Vollstreckungsgericht das Existenzminimum eines Bundesbürgers in ethisch verantwortlicher Weise. Die Bundesregierung macht, sobald Steuermittel involviert sind, Politik nach Kassenlage, nicht nur im Ressort Gesundheit.

Fettleibigkeit und Ursache

Ursache für Fettleibigkeit ist die Blockierung des Fettstoffwechsels, oft durch mangelhaften Schlaf aufgrund von Existenzangst und Chronifizierung. Die Zusammenhänge sollen hier vereinfacht erklärt werden. Die Folge von Existenzangst und Finanzengpässen ist mangelhafte Ernährung. Die Folge davon ist eine Unterversorgung an Mineralstoffen. Die Folge davon ist eine Unterversorgung von Vitaminen und lebenwichtigen Elementen. Die Folge davon sind Störungen von Immunsystem und Stoffwechsel. Die Folge davon sind Einlagerungen von Fremdstoffen und Giftstoffen im Organismus. Die Folge davon sind biochemische Prozesse ausserhalb des Regelungsbereichs, deren Syndrom nun vom Arzt als chronische Beschwerden erkannt werden.  Der Arzt verordnet eine Pharmakotherapiem, kümmert sich aber nicht um den Mineralstoffhaushalt und die Einlagerungen, das hat er nicht studiert. Die Beschwerden werden zeitweise gelindert, Immunsystem und Stoffwechsel werden weiter geschwächt. Die Folge der Chronifizierung ist Rückzug von der Teilnahme am gesellschaftlichen Zusammenleben und mangelhafte Bewegung. Das ist die Kette der Kausalität, die die Bundesregierung grobfahrlässig missachtet.

Fettleibigkeit und Risiko

Eine Langzeitstudie aus 2008 untersuchte Fettleibige im Stadium Adipositas. Deren Risiken durch Fettleibigkeit und deren Chance durch Abspecken wurden ermittelt:

Risiko durch
Fettleibigkeit
Syndrom der
chronischen Erkrankung
Chance durch
Diät und Bewegung
69% Diabetes II reduziert 80%
50% Gallensteine  
40% Herzkrankheiten  
40% Bluthochdruck reduziert 65%

Tabelle: Risiko durch Fettleibigkeit und Chance durch Diät

Ein Fettleibiger hat ein Risiko von 69%, an Diabetes II zu erkranken. Gleichzeitig ist seine Chance 80%, um von Diabetes II durch Diät und Bewegung loszukommen. Das heisst, 4 von 5 Fettleibige können sich selbst helfen, die Wiederherstellung der Gesundheit einzuleiten. Wo also liegt das Problem? Es schaffen nur 15%, sich für Diät und Bewegung dauerhaft zu motivieren. Es ist der innere Schweinehund, ohne Geldreserven alleine in der freien Natur zu sein ist nicht jedermanns Sache. Zum anderen existiert bei den Betroffenen überhaupt kein Wissen über das erforderliche Ernährungsverhalten. Es sollte im Interesse der Krankenversicherungen sein, entsprechende Abspeckseminare mit Boni bei Stufenerfolgen anzubieten.

Fettleibigkeit und Gesundheitspolitik

Eine Art gewichtsabhängige Fettsteuer und erhöhte Krankenkassenbeiträge sind zu erwarten. Die Stigmatisierung läuft auf vollen Touren. Einen Eindruck vermittelt der Artikel von Cicero: Kommt der staatliche Bodycheck? Die Bundesregierung bzw. eine Fraktion will für das Präventionsgesetz 250-500 Mill. Euro/Jahr in Werbekampagnen investieren, um Übergewichtigen das Erlernen richtiger Ernährung und richtiger Bewegung schmackhaft zu machen. Das ist der Wahnwitz schlechthin. Dieses Geld wird keine Wirkung entfalten. Bereits für die bisherigen Vorsorgeangebote der Krankenkassen war die Zuzahlung so gering, z.B. 10,- für einen mehrwöchigen Fitnesskurs, dass die meisten sozial Benachteiligten hätten mitmachen können. Es sind Existenzangst und Chronifizierung, die die Politik anpackt muss.

Die Existenzangst wird das Präventationsgesetz nicht eindämmen. Also kann es lediglich einen Nutzen bei der Reduzierung der Chronifizierung leisten. Genau das ist trotzdem der richtige Ansatz, weil die Parlamentarier wissen, dass 70-80% der GKV-Ausgaben durch wenige chronische Erkrankungen verursacht werden. Das Präventationsgesetz, was immer es anpackt, wird das erklärte gesundheitspolitische Ziel dann nicht erreichen, wenn die Prämisse nicht lautet:

Primärpräventation ist Chronifizierungsprävention
Sekundärprävention ist Existenzsicherung

Forschungszentrum für Gesundheit

Das ‚Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt GmbH‘ ist das europaweit führende Forschungszentrum für Environmental Health. Es erforscht chronische und komplexe Erkrankungen, die aus dem Zusammenwirken von Umweltfaktoren und individueller genetischer Disposition entstehen. Durch ein Verständnis der Erkrankungsmechanismen sollen neue Diagnose- und Therapieverfahren einen Beitrag für eine lebenswerte Zukunft der Gesellschaft leisten. 

Allerdings basiert die Forschung auf dem begrenzten Weltbild und Wissen der EbM-Wissenschaft, die den Fokus auf Pharmakotherapien legt. Zu allem Übel unterstützt das Helmhotz Zentrum die methodisch mehr als fragwürdige Kosten-Nutzen-Bewertung des IQWiG. Es zeigt damit ausserordentlich klar, dass es seine Forschung nicht am Gesundheitszustand  des deutschen Volkes und nicht am Gesundheitszustand des chronisch Erkrankten über seinen Lebenszyklus messen lassen will.

Seine Mission umfasst 10% der chronischen Erkrankungen, nämlich nur die Forschung der Vergiftungen durch die Umwelt und die der Beeinträchtigungen durch genetische Defekte. Sie kümmert sich aber nicht um die 80% der chronischen Erkrankungen, die von ihrem Berufsstand EbM durch die Verordnung und rezeptfreie Abgabe von Pharmakotherapien verursacht werden: Langzeit-Niedrigdosierungs-Vergiftungen durch Langzeitmedikamente.

Leider wird es eine lebenswerte Zukunft der Gesellschaft nicht geben, wenn das BMG den bisherige Weg ‚rationale Pharmakotherapien‘ nicht verlassen wird. Dieser Weg führt, allseits unter umweltmedizinischen Wissenschaftlern unbestritten, direkt in die pandemische Erkrankung Depression. Die WHO prognostiziert die Auswirkung der Chronifizierung: „Bis 2020 werden Depressionen die zweithäufigste Ursache von Erkrankungen sein.“ [WHO 2006]

Die gesellschaftliche Diskussion geht spätestens seit der Gründung des IQWiG in 2006 nicht mehr um ‚Ökonomie contra Ethik‘. Die ethisch mündigen Bundesbürger erkennen längst, dass die Diskussion in Wirklichkeit geht um

Medikalisierung contra Menschenwürde

Erkenntnis:

Die Gesundheitswirtschaft ist seit 1948 auf 300 Mrd. EUR/2008 gewachsen und hat 50% chronisch Erkrankte produziert. Der Gesundheitsmarkt wird auf 540 Mrd. EUR/2020 wachsen und ca. 70% chronisch Erkrankte produzieren, wobei jede zweite Krankheit durch Depressionen verursacht wird.

Plötzlich erkennt Jedermann, warum der Gesundheitsmarkt bisher so rasant gewachsen ist. Die Pharmakotherapien haben die Bundesbürger vergiftet: 80% aller chronischen Erkrankungen sind Vergiftungen. Und die EbM hat nicht das Wissen zur Wiederherstellung der Gesundheit bei Chronifizierung. Plötzlich erkennt Jedermann, warum der Gesundheitsmarkt weiter so rasant wachsen wird: Die Langzeit-Niedrig-Dosis Pharmakotherapien werden die Bundesbürger kontinuierlich weiter vergiften.

Früherkennung

Eine Vorsorgemassnahme für symptomfreie Bürger, die Leben retten kann. Die Früherkennungs-Untersuchungen sind gesetzlich geregelt, die Teilnahme aber ist freiwillig und unterliegt der Selbstverantwortung. Nachdem bisherige Informationskampagnen für die Bürger keine gute Entscheidungshilfe für oder gegen die Teilnahme waren, hat die Bundesärztekammer im Jan. 2008 einen Qualitätsstandard herausgegeben. In Aufklärungsmassnahmen durch alle Institutionen soll der gesunde Bürger nun  zur Teilnahme motiviert werden, indem erstmals dargestellt werden:

•  Risiken der Untersuchung 
•  Konsequenzen falsch positiver oder falsch negativer Testergebnisse

Zum Qualitätsstandard gehören auch

•  Gesetzliche Grundlage
•  Richtlinien
•  Soziographische Merkmale
•  Psychographische Kriterien und Risikofaktoren
•  Krankheitsbilder
•  Beschreibung der Fehlregulation und Symptomatik
•  Krankheitsbezogene Präventionsmassnahmen
•  Optimaler Untersuchungszeitpunkt
•  Untersuchungsumfang
•  Erstattungsfähigkeit

Die Position von ENRAC CMT ist: Nicht reden, sondern tun. Das BMG wirft das Geld seit 60 Jahren für immer besser optimierte Informationskampagnen aus dem Fenster. Das BMG hat ein Glaubwürdigkeitsproblem, kein Bundesbürger glaubt noch irgend einem Parlamentarier. Der Lügenberg ist mittlerweile zum Gebirge angewachsen. Das BMG sollte das Mio.-Budget für Massnahmen der Primärprävention in Form von Chronifizierungsprävention genutzt werden. Eben tun, statt reden. Erst wenn diese Hürde im Bewusstsein der Bundesbürger genommen ist, kann die Aufmerksamkeit auf die Früherkennung von Krankheiten im Endstadium genommen werden.

Das deutsche Gesundheitssystem wurde 2004 von den Wissenschaftlern der Schulmedizin und Parlamentariern finanziell und medizinisch an die Wand gefahren. Die Schulmediziner sind gut bei Akuterkrankungen, können aber bei Schmerz- und chronischen Erkrankungen weder heilen noch vorsorgen. Sie haben es geschafft, dass 3 chronische Erkrankungen 80% der GKV-Kosten verursachen. Das GKV-System ist ein Krankmachsystem, weil es Erstattungsfähigkeit erst für Krankheitsstadien zulässt, wenn sich die Krankheit bereits im Endstadium manifestiert hat.

Die Definitionen der Begriffe Gesundheit, Krankheit und Chronifizierung decken die Mängel im GKV-System auf. Das GKV-System deckt nämlich den viel bedeutsameren Bereich überhaupt nicht ab: Gesundheitsstörungen von Fliessgleichgewichten, Vorläufererkrankungen bei symptomfreien Menschen und Kernsanierung von chronisch Erkrankten. Die Schulmediziner ignorieren diesen Bereich, die Lehre hat ihnen das Wissen nicht vermittelt, sie wollen ihren Berufsstand sichern und von Arzneimittelherstellern hofiert werden. In der Folge produziert das deutsche GKV-System chronisch Erkrankte wie am Fliessband: Früherkennung oder Symptomdiagnostik starten die Cash-Maschine des GKV-Krankmachsystems, aus der ein Patient für den Rest seines Lebens nicht mehr herauskommt.

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